Originalroute Timmelsjoch und Passeier
Der ursprüngliche E5-Verlauf: von der Braunschweiger Hütte nach Zwieselstein, übers Timmelsjoch ins Passeiertal und über Pfandler Alm und Hirzer Hütte nach Meran 2000. Fünf Tage, nach dem Pitztaler Jöchl ohne Gletscherregion, aber mit langen Etappen.

Warum diese Variante?
- Die offizielle Linienführung des E5, deutlich weniger Andrang als über den Similaun
- Nach dem Pitztaler Jöchl keine Gletscherregion und keine 3.000-m-Hütte
- Abwechslung: Ötztal, Timmelsjoch, Passeier, Almen über Meran
Karte
Höhenprofil
Im Vergleich zur Hauptroute
| Hauptroute (Etappe 5–8) | Originalroute Timmelsjoch und Passeier | |
|---|---|---|
| Tage | 4 | 5 |
| zu Fuß | 49,1 km | 84,9 km |
| bergauf | 2.900 Hm | 5.060 Hm |
| Gehzeit | ca. 22½ Std. | ca. 39¼ Std. |
| Übernachtungen | Martin-Busch-Hütte, Vernagt (Schnalstal), Gasthaus Giggelberg, Meran | Zwieselstein, Moos in Passeier, Pfandler Alm, Hirzer Hütte, Meran |
Die Originalroute des E5: Ab der Braunschweiger Hütte über Zwieselstein und das Timmelsjoch ins Passeiertal, dann über Pfandler Alm, Hirzer Hütte und Meran 2000 nach Meran. Viele Wanderführer behandeln sie als Hauptroute, die meisten gehen aber über Similaun und Schnalstal.
Wann diese Variante passt
Wenn du den „echten“ E5 gehen willst, die Hütten am Similaun voll sind oder du die Gletscherregion am Similaun meiden willst. Nach dem Pitztaler Jöchl (ca. 2.995 m) bleibt die Route unter 2.700 m, hat aber lange Tage und mehr Asphalt am Timmelsjoch. Du brauchst einen Tag mehr als über Vernagt und den Meraner Höhenweg.
Tag 1: Braunschweiger Hütte – Zwieselstein
Über das Pitztaler Jöchl (ca. 2.995 m) zum Rettenbachferner, dann zu Fuß durchs Rettenbachtal hinunter nach Zwieselstein (1.470 m). Das sind ca. 15,1 km und über 1.500 Hm bergab, Ötztal Tourismus nennt ca. 6 Std. und stuft die Etappe als schwer ein. Große Schneefelder halten sich bis in den Frühsommer.
Tag 2: Zwieselstein – Timmelsjoch – Moos
Die Königsetappe: durchs Timmelstal hinauf zum Timmelsjoch (2.474 m) an der Grenze zu Italien, dann über die Timmelsalm, Schönau und Rabenstein nach Moos in Passeier. Nach unserer Berechnung ca. 26,6 km (tirol.at nennt ca. 21 km und ca. 9 Std., je nach Wegführung). Technisch leicht, aber durch die Länge schwierig.
Tag 3: Moos – Pfandler Alm
Ca. 20,0 km über Stuls, Silberhütt und Glaiten nach St. Leonhard im Passeier, dann steil durch den Wald hinauf zur Pfandler Alm (ca. 1.350 m) mit der Andreas-Hofer-Gedenkstätte.
Tag 4: Pfandler Alm – Hirzer Hütte
Ein kurzer Tag, ca. 8,0 km und ca. 3½ Std., über Mahdalm und Hintereggalm zur Hirzer Hütte (1.983 m). Gut zum Erholen.
Tag 5: Hirzer Hütte – Meran 2000 – Meran
Ca. 15,1 km über die Hirzerscharte (ca. 2.680 m), den Kratzberger See und das Missensteiner Joch zur Meraner Hütte und zur Bergstation Meran 2000. Laut Passeiertal mittelschwer, eine Quelle nennt seilversicherte Gratstellen am Hirzer. Mit der Seilbahn Meran 2000 fährst du hinunter nach Naif (Sommer 2026: 01.05.–08.11., einfach 19 €, Berg und Tal 27 €), dann mit dem Stadtbus nach Meran.
Gut zu wissen
- Ab Moos fährt die SAD-Linie 240 nach Meran. Wenn du nach dem Timmelsjoch aussteigen willst, kommst du so schnell ins Tal.
- Pfandler Alm und Hirzer Hütte sind privat, frag Zimmer direkt an.
- Zwischen Zwieselstein und Timmelsjoch verläuft auch die Hochalpenstraße. Bleib auf dem markierten Wanderweg.
- Im Planer ersetzt die Variante Etappe 5 bis 8, deine Tour wird 1 Tag länger.
Tag für Tag
Tag 1: Braunschweiger Hütte – Zwieselstein
mittelschwer · T3 15,1 km · ↑ 380 Hm · ↓ 1.640 Hm · ca. 6½ Std.
Wie auf Etappe 5 über das Pitztaler Jöchl zum Rettenbachferner, dann zu Fuß durchs Rettenbachtal hinunter nach Zwieselstein.
- ↑Pitztaler Jöchl (2.995 m) → Rettenbachferner2,7 km · ↑ 240 Hm · ↓ 280 Hm · 1¾ Std.
- ↑Rettenbachtal → Rettenbachalm → Zwieselstein12,4 km · ↑ 140 Hm · ↓ 1.360 Hm · 4¾ Std.
Schwierigkeit: Steiler Aufstieg zum Jöchl (knapp 3.000 m), danach rund 1.600 Hm bergab. Ötztal Tourismus stuft die Etappe als schwer ein.
Steil über Felsplatten, teils Drahtseil. Früh im Sommer Altschnee.
- Am Rettenbachferner fährt Bus 70 nach Sölden, falls du abkürzen willst.
Übernachtung: Zwieselstein (1.470 m). Kleiner Ort südlich von Sölden, Start der Königsetappe übers Timmelsjoch.
Tag 2: Zwieselstein – Timmelsjoch – Moos
mittelschwer · T2–T3 26,6 km · ↑ 1.330 Hm · ↓ 1.760 Hm · ca. 11¼ Std.
Die Königsetappe: durchs Timmelstal hinauf zum Timmelsjoch (2.474 m) an der Grenze und hinunter ins Passeiertal über Schönau und Rabenstein nach Moos.
- ↑Timmelstal → Timmelsjoch (2.474 m, Grenze AT/IT)10,1 km · ↑ 1.110 Hm · ↓ 90 Hm · 5 Std.
- ↑Timmelsalm → Schönau → Rabenstein → Moos16,5 km · ↑ 220 Hm · ↓ 1.670 Hm · 6¼ Std.
Schwierigkeit: Technisch nicht schwer, aber sehr lang. Plane 9 Std. und mehr ein.
Grenze zu Italien auf 2.474 m mit Passmuseum. Bei Gewitter ist der lange Weg ohne Schutz unangenehm.
- Ein Teil verläuft nahe der Passstraße. Wer abkürzen will, prüft die Busse über den Pass.
Übernachtung: Moos in Passeier (1.007 m). Bergdorf im hinteren Passeiertal. Von hier fährt die Linie 240 über St. Leonhard nach Meran.
Tag 3: Moos – Pfandler Alm
leichter Bergweg · T2 20,0 km · ↑ 1.320 Hm · ↓ 1.030 Hm · ca. 9 Std.
Über Stuls und Glaiten nach St. Leonhard im Passeier, dann steil durch den Wald hinauf zur Pfandler Alm.
- ↑Stuls → Silberhütt → Glaiten → St. Leonhard12,9 km · ↑ 630 Hm · ↓ 990 Hm · 5¾ Std.
- ↑St. Leonhard → Prantach → Pfandler Alm7,2 km · ↑ 690 Hm · ↓ 40 Hm · 3¼ Std.
Schwierigkeit: Einfache Wege, zum Schluss steiler Waldaufstieg.
- In St. Leonhard einkaufen: Danach kommen nur noch Almen.
Übernachtung: Pfandler Alm (1.350 m). Familienbetrieb über St. Leonhard mit Andreas-Hofer-Gedenkstätte. Ruhetag laut Quellen Freitag, vorher fragen.
Tag 4: Pfandler Alm – Hirzer Hütte
leichter Bergweg · T2 8,0 km · ↑ 940 Hm · ↓ 310 Hm · ca. 4¾ Std.
Kurzer Tag über Mahdalm und Hintereggalm zur Hirzer Hütte auf der Tallner Alm.
- ↑Mahdalm → Hintereggalm → Hirzer Hütte8,0 km · ↑ 940 Hm · ↓ 310 Hm · 4¾ Std.
Schwierigkeit: Einfacher Bergweg, gut 900 Hm bergauf.
- Kurzer Tag: Gut als Ruhetag-Ersatz.
Übernachtung: Hirzer Hütte (1.983 m). Auf der Tallner Alm über Schenna. Ruhetag laut Hütte Samstag. Die Hirzer-Seilbahn in der Nähe ist ein Notausstieg ins Tal.
Tag 5: Hirzer Hütte – Meran 2000 – Meran
mittelschwer · T3 15,1 km · ↑ 1.080 Hm · ↓ 1.180 Hm · ca. 7¾ Std.
Über die Hirzerscharte (ca. 2.680 m), den Kratzberger See und das Missensteiner Joch nach Meran 2000. Mit der Seilbahn hinunter nach Naif und mit dem Stadtbus nach Meran.
- ↑Hirzerscharte (ca. 2.680 m) → Kratzberger See → Missensteiner Joch → Meraner Hütte → Meran 200015,1 km · ↑ 1.080 Hm · ↓ 1.180 Hm · 7¾ Std.
- SSeilbahn Meran 2000 hinunter nach NaifBergbahn · ca. 3,4 km
Seilbahn Meran 2000 (Piffinger Köpfl → Naif): laufend (Kabinenbahn, ca. 7 Min.), Hochsommer ca. 8:30–18 Uhr, sonst ca. 9–17 Uhr (ohne Gewähr) · einfach 19 €, Berg und Tal 27 € (Sommer 2026) · Fahrplan - BStadtbus Naif → Meran ZentrumBus · ca. 5,5 km
Stadtbus Meran (Linie laut Quellen 1A, nicht bestätigt): regelmäßig · Südtirol-Tarif, mit Guest Pass frei · Fahrplan
Schwierigkeit: Höchster Punkt der Variante, laut einer Quelle mit seilversicherten Stellen am Hirzer. Bei Nebel Orientierung schwierig.
Ca. 2.680 m, steil, teils versichert (nicht offiziell bestätigt). Bei Gewitter nicht gehen.
- Letzte Talfahrt der Seilbahn Meran 2000 vorher prüfen.
- Notausstieg: Hirzer-Seilbahn nahe der Hirzer Hütte.
Übernachtung: Meran (325 m). Ziel. Bahnhof mit Zug und Rückreisebus.
Von Hütte zu Hütte
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Bilder













Häufige Fragen
Wie lange dauert die Originalroute Timmelsjoch und Passeier?
5 Tage mit zusammen ca. 84,9 km, 5.060 Hm bergauf und 5.910 Hm bergab, reine Gehzeit ca. 39¼ Std. (berechnet wie auf den Alpenvereins-Schildern, Wanderführer nennen teils kürzere Zeiten). Sie ersetzt Etappe 5–8 der Hauptroute (4 Tage, 49,1 km).
Wo übernachte ich auf der Originalroute Timmelsjoch und Passeier?
Tag 1: Zwieselstein (1.470 m), Tag 2: Moos in Passeier (1.007 m), Tag 3: Pfandler Alm (1.350 m), Tag 4: Hirzer Hütte (1.983 m), Tag 5: Meran (325 m). Buche früh, viele Hütten haben nur wenige Plätze.
Wie schwer ist die Originalroute Timmelsjoch und Passeier?
Tag 1 mittelschwer (T3), Tag 2 mittelschwer (T2–T3), Tag 3 leichter Bergweg (T2), Tag 4 leichter Bergweg (T2), Tag 5 mittelschwer (T3). Steiler Aufstieg zum Jöchl (knapp 3.000 m), danach rund 1.600 Hm bergab. Ötztal Tourismus stuft die Etappe als schwer ein. Technisch nicht schwer, aber sehr lang. Plane 9 Std. und mehr ein. Einfache Wege, zum Schluss steiler Waldaufstieg. Einfacher Bergweg, gut 900 Hm bergauf. Höchster Punkt der Variante, laut einer Quelle mit seilversicherten Stellen am Hirzer. Bei Nebel Orientierung schwierig.
Ist das die echte E5-Route?
Ja, das ist die ursprüngliche Linie des E5: über Zwieselstein, das Timmelsjoch und das Passeiertal Richtung Bozen. Viele Wanderführer behandeln die beliebte Route über Similaun und Schnalstal als Variante. Bis Meran nimmst du von der Originalroute den Weg über Meran 2000.
Wie lange dauert die Passeier-Route bis Meran?
Fünf Tage ab der Braunschweiger Hütte: Zwieselstein, Moos, Pfandler Alm, Hirzer Hütte und Meran 2000. Das ist ein Tag mehr als über Martin-Busch-Hütte, Vernagt und Meraner Höhenweg.
Welcher Tag ist der schwerste?
Zwieselstein – Moos über das Timmelsjoch: ca. 26,6 km nach unserer Berechnung, tirol.at nennt ca. 21 km und ca. 9 Std. Technisch leicht, aber sehr lang. Der erste Tag über das Pitztaler Jöchl ist technisch anspruchsvoller.
Wie komme ich von Moos nach Meran, wenn ich abkürzen will?
Mit der SAD-Linie 240 über St. Leonhard nach Meran. Den Takt haben wir nicht verlässlich geprüft, schau auf suedtirolmobil.info.
Was kostet die Seilbahn Meran 2000?
Sommer 2026: einfach 19 €, Berg und Tal 27 €, Betrieb vom 01.05. bis 08.11. Die Fahrt dauert ca. 7 Min. hinunter nach Naif.
Wo übernachte ich auf der Passeier-Route?
In Zwieselstein und Moos in Gasthöfen, dann auf der Pfandler Alm (wenige Zimmer, direkt anfragen) und der Hirzer Hütte (ab 36 € pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück, laut Hütte).
Quellen
Weitere Varianten findest du in der Übersicht aller Varianten.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Infos auf dieser Seite beruhen auf Recherche aus Drittquellen (Hütten, Alpenvereine, Tourismusverbände, Verkehrsbetriebe) und auf eigener Erfahrung auf dem E5. Sie können unvollständig oder veraltet sein und ersetzen nicht deine eigene Tourenplanung. Prüf Öffnungszeiten, Fahrpläne, Preise, Wetter und Wegzustand vor der Tour selbst bei Hütten, Betreibern und Wetterdiensten. Der Weg auf der Karte ist aus OpenStreetMap berechnet und kann vom markierten Weg abweichen: Unterwegs gilt die Markierung vor Ort. Bergwandern geschieht auf eigene Verantwortung.