E5Alpenüberquerung

Häufige Fragen zum E5

Die wichtigsten Fragen zur Alpenüberquerung von Oberstdorf nach Meran, kurz und ehrlich beantwortet.

Wie lang ist der E5 von Oberstdorf nach Meran?

Zu Fuß sind es je nach Variante etwa 100 bis 120 km und rund 6.000 bis 7.500 Höhenmeter bergauf. Die klassische Route nutzt einige Busse, Taxis und Bergbahnen. Wer alles zu Fuß geht, kommt auf 160 bis 180 km. Auf dieser Seite rechnen wir mit der gängigen Variante in 8 Etappen bis Meran. Die genauen Werte pro Etappe findest du unter Etappen.

Wie viele Tage brauche ich für den E5?

Die meisten gehen 6 Etappen bis Vernagt im Schnalstal und fahren dann mit dem Bus nach Meran. Mit dem Meraner Höhenweg zu Fuß bis Meran sind es 8 Etappen. Plane zusätzlich einen Puffertag für Wetter oder müde Beine ein. Mehr dazu unter 6 oder 8 Tage.

Wie schwer ist der E5?

Der E5 ist ein Bergweg der Kategorie blau bis rot (SAC T2 bis T3). Du brauchst Trittsicherheit, an einigen Stellen Schwindelfreiheit und Kondition für Tage mit 6 bis 9 Stunden Gehzeit. Echte Kletterei gibt es auf der Standardroute nicht, aber kurze Felsstellen mit Drahtseil, Schneefelder und lange Abstiege. Die anspruchsvollsten Tage sind Etappe 3 (Seescharte, ca. 1.850 Hm bergab), Etappe 5 (Pitztaler Jöchl, ca. 2.995 m) und Etappe 6 (Similaunhütte, 3.019 m). Mehr unter Schwierigkeit und Kondition.

Wann ist die beste Reisezeit für den E5?

Die Hütten haben etwa von Anfang/Mitte Juni bis Mitte/Ende September geöffnet. Am sichersten ist Mitte Juli bis Mitte September, dann sind Seescharte, Pitztaler Jöchl und Niederjoch meist schneefrei. Mehr unter Beste Reisezeit.

Wann muss ich die Hütten buchen?

Für Juli und August am besten 4 bis 6 Monate vorher, viele buchen schon ab Februar. Die Termine für die neue Saison stehen meist erst im Frühjahr fest. Wie jede Hütte bucht, steht unter Hütten buchen.

Was kostet der E5?

Selbst organisiert rechnest du mit etwa 550 bis 900 € pro Person für 6 bis 8 Tage: Übernachtung mit Halbpension, Busse, Bahnen und Rückreise. Alpenvereinsmitglieder sparen auf den AV-Hütten pro Nacht mindestens 12 €. Viele Hütten nehmen nur Bargeld. Mehr unter Kosten.

Brauche ich eine Alpenvereinsmitgliedschaft?

Nein, aber sie lohnt sich meist: günstigere Übernachtungen auf den AV-Hütten und eine Versicherung für Bergung und Rettung. Die Similaunhütte und einige Gasthäuser am Weg sind privat, dort gibt es keine Ermäßigung.

Wie komme ich von Meran zurück nach Oberstdorf?

Am bequemsten mit dem E5-Rückreisebus, der im Sommer morgens ab Bahnhof Meran direkt nach Oberstdorf fährt (vorher buchen). Mit der Bahn dauert es etwa 8 bis 9 Stunden mit mehreren Umstiegen. Details unter Anreise und Rückreise.

Welche Busse und Bahnen nutze ich unterwegs?

Typisch sind: Bus nach Spielmannsau, Taxi ins Madautal, die Bergbahn in Zams, der Bus von Wenns nach Mittelberg, Busse im Ötztal (Rettenbachferner, Sölden, Vent) und Bus 261 im Schnalstal. Eine Übersicht mit Takt, Zeiten und Preisen als Richtwert findest du unter Busse, Bahnen und Transfers.

Wie schwer ist mein Rucksack?

Ziel sind 8 bis 10 kg inklusive Wasser. Pflicht sind Hüttenschlafsack, Regenjacke, warme Schicht, Stirnlampe, Erste Hilfe und Bargeld. Unsere Packliste hilft beim Aussortieren.

Gibt es einen Gepäcktransport auf dem E5?

Ja, aber nur zwischen Talorten und Hotels, nicht zu den Hütten. Einige Hütten bieten einen Rucksacktransport per Materialseilbahn oder Jeep an, zum Beispiel die Memminger Hütte ab Madau, die Braunschweiger Hütte ab Mittelberg und die Martin-Busch-Hütte ab Vent. Mehr unter Gepäck.

Muss ich über einen Gletscher?

Auf der Standardroute nicht. Am Niederjoch führt der Weg über die Seitenmoräne des Niederjochferners. Steigst du vom Rettenbachjoch zu Fuß ab, kann der steile Hang unter der Gondel im Spätsommer Firn oder Blankeis haben: Dann brauchst du Grödel, sonst kann die Stelle unpassierbar sein. Auf der Ausweichroute über Hochjoch-Hospiz und Schöne Aussicht ist Gletscherkontakt nicht ausgeschlossen, frag vor Ort nach den Verhältnissen.

Gibt es Klettersteige auf dem E5?

Auf der Standardroute nicht. Es gibt aber einige seilversicherte Passagen, etwa im Sperrbachtobel, an der Seescharte, über Felsplatten am Pitztaler Jöchl, mit Ketten am Rettenbachjoch, in der Lahnbachschlucht und auf dem Weg zur Ötzi-Fundstelle. Ein Klettersteigset brauchst du dort nicht. Anders auf der Kaunergrat-Variante: Das Apere Madatschjoch ist klettersteigähnlich (T4) mit Ketten, Bügeln und Leitern.

Kann ich den E5 allein gehen?

Ja. Im Sommer ist der Weg sehr belebt, du triffst jeden Abend dieselben Leute auf den Hütten. Wichtig: Route jemandem mitteilen, eine Notruf-App installieren und bei schlechtem Wetter nicht allein über die Pässe. Mehr unter Allein wandern.

Kann ich den E5 mit Hund gehen?

Eher nicht. Die meisten Hütten am E5 nehmen keine Hunde auf, und einige Passagen (Drahtseile, Hängebrücke, Bergbahnen) sind für Hunde schwierig.

Wie ist der Handyempfang unterwegs?

Wechselhaft. In engen Tälern und auf manchen Abschnitten gibt es keinen Empfang, kurz vor der Martin-Busch-Hütte steht sogar ein Schild „Hier letztmaliger Handyempfang“. Lade dir Karten und GPX vorher offline aufs Handy und nimm eine Powerbank mit.

Welche Notrufnummer gilt?

112 funktioniert in Deutschland, Österreich und Italien. In Österreich gibt es zusätzlich 140 (Alpinnotruf). Kein eigenes Netz? Die 112 wählt dein Handy auch über andere Netze und direkt vom Sperrbildschirm, ohne PIN. Mehr unter Notfall und Sicherheit.

Wo ist der höchste Punkt des E5?

Auf der Standardroute am Niederjoch bei der Similaunhütte auf 3.019 m, an der Grenze zwischen Österreich und Italien. Wer den Abstecher zur Ötzi-Fundstelle macht, kommt auf 3.210 m.

Was ist besser: Pitztaler Jöchl oder Rettenbachjoch?

Das Pitztaler Jöchl ist der offizielle E5. Das Rettenbachjoch ist kürzer und ausgesetzter, oben liegt die Mittelstation einer Gondel, mit der du zum Rettenbachferner hinunterfahren kannst. Faustregel: bei geschlossener Schneedecke ohne Eis ist das Joch einfacher, sonst das Jöchl sicherer. Frag am Vorabend auf der Braunschweiger Hütte. Alle Optionen auf der Seite zu Etappe 5.

Kann ich statt in Zams auf einer Hütte schlafen?

Ja, auf der Skihütte Zams (1.780 m) direkt am E5. Sie hat eine eigene E5-Halbpension mit Wäscheservice. Hinauf geht es mit der Bahn oder in etwa 3 Stunden zu Fuß, Etappe 4 startet dann am nächsten Morgen 1.000 Hm höher.

Gibt es GPX-Dateien zum E5?

Ja, für jede Etappe und für die ganze Route, kostenlos unter GPX-Download. Die Linien sind aus OpenStreetMap berechnet und können vom markierten Weg abweichen: Unterwegs gilt die Markierung vor Ort.

Wo kann ich unterwegs einkaufen?

In den Talorten: Oberstdorf, Holzgau, Zams, Wenns, Sölden (über den Bus), Vent (klein) und Meran. Auf den Hütten bekommst du Getränke, Essen und oft ein Lunchpaket.

Wie viel Bargeld brauche ich auf dem E5?

Viele Hütten nehmen nur Bargeld, etwa die Kemptner, Braunschweiger und Similaunhütte. Rechne mit dem Preis aller Hüttennächte plus Getränke, Lunchpakete und Duschmarken. Unser Planer zeigt dir einen Richtwert für deinen Plan. Geldautomaten gibt es in den Talorten wie Oberstdorf, Holzgau, Zams und Meran.

Brauche ich einen Hüttenschlafsack?

Ja, auf allen Hütten ist er Pflicht. Ein leichter Seiden- oder Baumwollschlafsack reicht, Decken liegen auf der Hütte. Auf der Kemptner Hütte kannst du ihn zur Not vor Ort kaufen.

Kann ich den E5 mit Kindern gehen?

Mit trittsicheren, ausdauernden Jugendlichen und Bergerfahrung ja. Für jüngere Kinder sind Tage mit 6 bis 9 Std. Gehzeit, Drahtseilstellen und Pässe um 3.000 m meist zu viel. Wenn du es trotzdem planst, teil lange Etappen (zum Beispiel über die Larcher Alm) und nutz alle Busse und Bahnen.

Wie trainiere ich für den E5?

Geh in den drei Monaten vorher regelmäßig wandern, gern mit Rucksack und Tagen über 1.000 Hm. Trainier vor allem Abstiege, zum Beispiel auf Treppen oder an Hügeln mit Stöcken. Mehr unter Schwierigkeit und Kondition.

Welche Wetter-Apps und Wetterberichte eignen sich?

Die Bergwetterdienste der Alpenvereine, GeoSphere Austria für Tirol und der Wetterdienst Südtirol. Frag außerdem jeden Abend auf der Hütte nach: Die Hüttenleute kennen die Verhältnisse am nächsten Pass am besten.

Wie komme ich mit der Bahn nach Oberstdorf?

Oberstdorf ist Endbahnhof der Strecke über Immenstadt. Aus München bist du mit Regionalzügen ca. 2½–3 Std. unterwegs. Vom Bahnhof gehst du wenige Minuten zum Busbahnhof, wo der Bus 8 nach Spielmannsau abfährt. Mehr unter Anreise und Rückreise.

Welche Varianten gibt es auf dem E5?

Neben der klassischen Route über Similaun und Schnalstal gibt es mehrere ganze Varianten mit eigenen Hütten: Württemberger Haus und Kaiserjochhaus statt Memminger Hütte, Kaunergrat (4 Tage) und Pitztal-Talweg (2 Tage) statt Etappe 4 und die Originalroute über Timmelsjoch und Passeier nach Meran. Dazu kommen kleine Optionen wie Skihütte Zams, Rettenbachjoch, Panoramaweg und der Ötzi-Abstecher. Überblick unter Varianten.

Was ist Altschnee und warum ist er wichtig?

Altschnee sind Schneefelder vom Winter, die an schattigen Hängen und in Rinnen bis in den Juli liegen bleiben. Auf dem E5 betrifft das vor allem die Seescharte, das Pitztaler Jöchl, das Rettenbachjoch und das Niederjoch. Am Morgen sind sie oft hart und rutschig. Im Juni und frühen Juli gehören Grödel in den Rucksack, und du fragst auf der Hütte nach den Verhältnissen.

Kann ich unterwegs Wäsche waschen?

Am einfachsten in Zams im Tal. Die Skihütte Zams hat für E5-Gäste einen kostenlosen Wäscheservice. Auf den anderen Hütten wäschst du höchstens ein Shirt im Waschbecken aus.

Gibt es auf den Hütten Strom zum Laden?

Meist ja, aber die Steckdosen sind abends heiß begehrt. Nimm eine Powerbank und ein kurzes Ladekabel mit, und lade, wann immer es geht.

Was mache ich, wenn das Wetter umschlägt?

Bei Gewitter, Nebel oder Neuschnee gehst du nicht über die hohen Pässe. Fast jede Etappe hat einen Bus oder eine Bahn als Ausweg, und für Etappe 4 gibt es die Pitztal-Variante als Schlechtwetterroute. Plan einen Puffertag ein, dann musst du nichts erzwingen.

Wie weit im Voraus sollte ich alles planen?

Fang im Winter an: Hütten öffnen ihre Buchung oft ab Januar oder Februar, die Termine für die neue Saison stehen meist im Frühjahr fest. Buch zuerst die knappen Hütten (Memminger, Braunschweiger, Martin-Busch) und dann Busse wie den Rückreisebus.

Kann ich den E5 auch in Gegenrichtung gehen?

Möglich ist das, aber fast alle gehen von Norden nach Süden. Busse, Hüttenangebote und Rückreisebus sind auf diese Richtung ausgelegt. In Gegenrichtung musst du die Logistik selbst planen.

Mehr Fragen und Antworten

Zu jeder Etappe, jeder Hütte und jeder Variante gibt es eigene Fragen und Antworten auf der jeweiligen Seite.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Infos auf dieser Seite beruhen auf Recherche aus Drittquellen (Hütten, Alpenvereine, Tourismusverbände, Verkehrsbetriebe) und auf eigener Erfahrung auf dem E5. Sie können unvollständig oder veraltet sein und ersetzen nicht deine eigene Tourenplanung. Prüf Öffnungszeiten, Fahrpläne, Preise, Wetter und Wegzustand vor der Tour selbst bei Hütten, Betreibern und Wetterdiensten. Der Weg auf der Karte ist aus OpenStreetMap berechnet und kann vom markierten Weg abweichen: Unterwegs gilt die Markierung vor Ort. Bergwandern geschieht auf eigene Verantwortung.